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Erdwärmepumpen: Ökologisch und ökonomisch eine Alternative


Foto: Waterkotte

Heizkosten lassen sich einbremsen

Bei den Heizkosten bezahlt man mit bereits versteuertem Geld neben der Mehrwertsteuer noch zwei weitere Steuersätze, nämlich die Mineralölsteuer und neuerdings die Ökosteuer, die ja in Wirklichkeit eine Rentenausgleichssteuer ist. Steigen beispielsweise die Preise für Öl, steigen die genannten Steuern im gleichen Maße mit.
Die Frage ist: Kann der Bauherr an dieser frustrierenden Situation etwas ändern? Die Antwort lautet "Ja" zum mindest für diejenigen, die neu bauen. Sie können auf ein regeneratives Heizverfahren zurückgreifen, das sich jahrzehntelang still bewährt hat und jetzt immer mehr in die Schlagzeilen gerät, nämlich die Erdwärmepumpe. Bei dieser Technik wird der überwiegende Anteil, genauer gesagt 75 %, der benötigten Heizwärme dem "Energietank Erdreich" auf dem eigenen Grund und Boden entzogen. Die Nachlieferung der Energie erfolgt von der Sonne, der sichersten Wärmequelle überhaupt. Daher auch der Name "regenerativ".


In der Praxis ist der Spareffekt erheblich. Er liegt bei 75 % gegenüber Öl und bei 70 % gegenüber Gas. Elisabeth Lanzinger-Fischer, Geschäftsführerin der Hausverwaltung MF GmbH aus Heimstetten bei München, hat Vergleichszahlen an der Hand: Die Münchener Wohnanlage Wasserburger Landstraße 247 (Baujahr 1996, Wohnfläche 1076m”) wird von einer Waterkotte-Wärmepumpe zentral beheizt und mit Warmwasser versorgt. Die Kennzahl für den Verbrauch liegt knapp über 0,30 DM pro Quadratmeter und Monat einschließlich Warmwasser. Die Gasheizung dagegen kostet nach den Auswertungen der Hausverwaltung mehr als das Dreifache; entsprechend läge die Kennzahl bei der Gas-Brennwerttechnik neuester Bauart bei mindestens 1,00 DM/m” und Monat.

Foto: Waterkotte

Laut Initiativkreis Wärmepumpe e.V. (IWP), München, sparen die regenerativen Wärmeerzeuger im Vergleich zu Öl und Gasheizungen bis zu 44 % Primärenergie ein und entlasten entsprechend die Umwelt von schädlichen Klimagasen. In einem Einfamilienhaus vermindert die Wärmepumpe laut IWP jedes Jahr rund drei Tonnen CO2-Emissionen.

Bei der Anschaffung muss der Bauherr freilich etwas tiefer in die Tasche greifen, denn die Erdwärmepumpe braucht eine Erdsonde, die Bohrarbeiten notwendig macht oder Kollektormatten, die unter der Frostgrenze im Garten vergraben werden. Doch für die regenerative Heiztechnik gibt es staatliche Fördermittel und neuerdings zinsverbilligtes Baugeld von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

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