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Fertighausbranche Östereichs übertrifft eigenen Rekord

Gutes Umsatzwachstum fördert positive Stimmung in der Branche

Fertighäuser in Wien und Tirol sind noch Seltenheit

2006 war ein erfolgreiches Jahr für die Fertighaushersteller in Östereich, die mit wenigen Ausnahmen steigende Umsätze erzielen konnten. Das Marktvolumen wuchs 2006 um 6,8% auf 851 Mio. Euro. Die Anzahl der gebauten Wohneinheiten konnte um 3,2% gesteigert werden, was doppelt so groß war wie das Wachstum des gesamten Wohnbaus. 2007 sind die Aussichten aufgrund der günstigen Wirtschaftslage und des milden Winters weiter positiv.

Ein- und Zweifamilienhäuser machen 2006 mit 82% der fertiggestellten Wohneinheiten den überwiegenden Teil der Wohngebäude in Fertigbauweise aus. Weitere 10,6% entfielen auf Wohneinheiten in Reihenhäusern, und die restlichen 7,4% auf mehrgeschossige Wohnbauten. Dieses Segment verzeichnet im abgelaufenen Jahr mit Abstand die höchste Wachstumsrate (12,3%). Immer mehr Firmen nutzen die Gesetzesänderung, die auch Holzriegelkonstruktionen den Weg in den mehrgeschossigen Wohnbau öffnete. So wächst dieses bisher kleine Segment kontinuierlich. Ein weiterer Trend ist, dass die Fertighaushersteller die Wertschöpfungskette verlängern und sich als Bauträger betätigen. Dass dieses Segment in den kommenden Jahren gute Wachstumschancen hat, steht außer Frage, denn auch der Hausmarkt wird zu einem Convenience-Markt, wo Kunden Lösungen aus einer Hand suchen, sagt Maria Fürhacker, Analystin bei Interconnection Consulting.

Die Fertigbauweise wird immer öfter auch im Nichtwohnbau verwendet. Dieses Segment zeigte 2006 ein enormes Wachstum von 26,6% und wird in den nächsten Jahren im 2-stelligen Bereich weiter expandieren. Kleine Hotels, Schulen, Kindergärten u.s.w. werden immer öfter aus industriell vorgefertigten Teilen gebaut


Fertighausquote in Östereich - Entwicklung


Marktreife erreicht

Mit einer Fertigbauweise von 34,3% der errichteten Ein- und Zweifamilienhäuser liegt Österreich an vorderster Stelle außerhalb Nordeuropas. Es ist nicht nur die Tradition des Baustoffs Holz, die zu einer höheren Fertighausquote als beispielsweise in Deutschland (14%) oder Italien (1,8%) führt, sondern auch das gekonnte Marketing der österreichischen Fertighausindustrie.

Am reifen österreichischen Fertighausmarkt sind Ideen für profitable Marktnischen gefragt: Die Palette reicht von Passivhäusern bis Designervillen. Das "Haus von der Stange" ist immer weniger von der Stange.



Starke Konkurrenz durch Massivhausanbieter

Das Glück der Fertighaushersteller kann durch den massiven Auftritt der Massivhausanbieter getrübt werden. Ziegel auf Ziegel hat auch einen hohen emotionalen Wert für die Konsumenten und wird durch Marketingplattformen gestärkt. Wienerberger & Co. kämpfen, indem sie ebenso Fixpreis und garantierten Fertigstellungstermin anbieten und verstärkt bewerben. Gewinner dieses Spiels ist der österreichische Hauskäufer. Er bekommt den höchste Wohnstandard in Europa.


Fertighausquote = Anteil der fertiggestellten Wohneinheiten in Fertigbauweise (inkl. Blockhäuser) an allen in Österreich fertiggestellten Wohneinheiten in einem Jahr

Die Studie IC Market Tracking® Fertighäuser in Österreich (Umfang: ca. 150 Seiten plus Rohdaten als Pivot-Tabelle) ist bei der InterConnection Consulting Group zum Preis von EUR 3.950,- erhältlich.


baukurier 13. März 2007


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