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Gebäudearmaturenindustrie

Positive Umsatzentwicklung im Jahr 2005 setzt sich 2006 fort

Die deutschen Hersteller von Gebäudearmaturen erzielten im Jahr 2005 ein nominales Umsatzplus von insgesamt vier Prozent. Mit diesem Ergebnis lagen die Hersteller etwas unter dem Umsatzwachstum von fünf Prozent im Jahr 2004. Dies meldet der VDMA-Fachverband Armaturen.

Für dieses Gesamtergebnis war der um zehn Prozent gestiegene Auslandsumsatz in 2005 verantwortlich. Im Inland verbuchten die Hersteller trotz der seit November 2005 anziehenden Konjunktur ein Umsatzminus von zwei Prozent. In den einzelnen Produktgruppen schnitten die Hersteller von Sanitärarmaturen mit einem Anstieg des Gesamtumsatzes von sechs Prozent in 2005 am besten ab. Dahingegen mussten sich die Hersteller von Heizungsarmaturen und auch Technischen Gebäudearmaturen mit einem Umsatzplus von einem Prozent zufrieden geben. Im Inland konnte keine Herstellergruppe ein Umsatzwachstum erzielen.

Der insgesamt positiven Entwicklung auf der Umsatzseite standen in 2005 als Belastung auf der Kostenseite überdurchschnittliche Materialpreisverteuerungen gegenüber. So stieg der durchschnittliche Kupferpreis von 237 Euro/100 kg in 2004 um 31 Prozent auf rund 310 Euro/100 kg in 2005. In den ersten zwei Monaten des Jahres 2006 hat sich das Wachstum der Kupferpreise sogar auf über 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beschleunigt. Aufgrund der nach wie vor zu geringen weltweiten Hüttenproduktion von Kupfer ist im 1. Halbjahr 2006 mit keiner Marktentspannung zu rechnen.


Grafik: VDMA (groß = klick)

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Ausfuhren von Gebäudearmaturen im Jahr 2005 um knapp fünf Prozent auf 1,36 Mrd. Euro. Nach Frankreich als wichtigstem Absatzmarkt gingen die Exporte um knapp 5 Prozent auf 139 Mio. Euro zurück. Der Export in das zweitwichtigste Absatzland USA stieg um 5 Prozent auf 109 Mio. Euro.


Ein überdurchschnittliches Exportwachstum erzielten die deutschen Hersteller im Jahr 2005 auf folgenden Absatzmärkten:

  • Russland + 23 Prozent 70 Mio. Euro Platz 7
  • Tschechien + 24 Prozent 30 Mio. Euro Platz 13
  • VA-Emirate + 11 Prozent 25 Mio. Euro Platz 15
  • Schweden + 14 Prozent 18 Mio. Euro Platz 19
  • Ukraine + 54 Prozent 11 Mio. Euro Platz 25
  • Südafrika + 45 Prozent 11 Mio. Euro Platz 26
  • Indien + 69 Prozent 7 Mio. Euro Platz 34

Die Einfuhren von Gebäudearmaturen gingen im Jahr 2005 um 0,4 Prozent auf 740 Mio. Euro zurück. Das wichtigste Lieferland für Deutschland war Italien (plus ein Prozent auf 145 Mio. Euro) vor den USA (plus ein Prozent auf 72 Mio. Euro).

Gegen diesen Trend hat der Wettbewerbsdruck aus Asien auf dem deutschen Markt weiter zugenommen. Die Einfuhren aus dieser Region stiegen um 27 Prozent auf insgesamt 136 Mio. Euro. Während die Einfuhren aus China um 35 Prozent auf 66 Mio. Euro kletterten, stiegen die Importe aus Japan sogar um 46 Prozent auf 41 Mio. Euro. China und Japan belegten damit Platz 5 bzw. 7 in der Reihenfolge der Lieferländer für Deutschland.

Prognose 2006
Das Jahr 2006 hat für die deutschen Hersteller von Gebäudearmaturen gut angefangen. Im Januar erzielte die Industrie ein zweistelliges Umsatzplus. Fachverbands-Geschäftsführer Wolfgang Burchard: "Trotz dieses gelungenen Auftakts kann noch nicht von einem dauerhaften Konjunkturfrühling gesprochen werden". Der Fachverband Armaturen im VDMA erwartet für 2006 im Inland ein leichtes Umsatzminus von einem Prozent. Bei einem Anstieg des Auslandsumsatzes von rund fünf Prozent würde der Gesamtumsatz um rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen.


07. März 2006


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