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KACO expandiert in die USA

Produziert wird ausschließlich in Deutschland


Grafik: KACO solar / USA

KACO ist jetzt auch in den USA vertreten. In Kalifornien gründete das Neckarsulmer Unternehmen die Tochter KACO Solar Inc. Geschäftsführer der Filiale ist der Amerika-Kenner Peter Flachsmann. Langfristig können am Standort in San Francisco bis zu 15 Arbeitsplätze entstehen. Nordamerika gilt in der Photovoltaik-Branche als Markt mit großem Potenzial.
"Für unsere Branche sind die USA ein schlafender Riese", so KACO-Geschäftsführer Ralf Hofmann zur Positionierung seines Unternehmens auf dem drittgrößten Photovoltaik-Markt weltweit. "Wir möchten uns von dem Kuchen ein Stück abschneiden. Wenn der Markt weiter wächst, sind wir in der Pole Position." In 2004 stieg die in den USA neu installierte Gesamtleistung auf 84 Megawatt. In Japan waren es rund 270 Megawatt. Für Deutschland variieren die Zahlen je nach Quelle zwischen 360 und 770 Megawatt.
Filialgeschäftsführer Peter Flachsmann hat Erfahrung mit deutschen Firmengründungen in den USA: Bei Temic USA (Telefunken Mikroprozessoren) war er im strategischen Management beschäftigt. Für die Küppersbusch Hausgeräte AG baute der zweisprachig aufgewachsene Betriebswirt in leitender Position das US-Geschäft auf. "Die PV-Branche ist in den USA besonders interessant, weil die Entwicklung erst ganz am Anfang steht", meint der 31-Jährige. "Auch hier wird der Ruf nach Energie-Alternativen immer lauter. Steigt die Förderung, könnte Nordamerika zum größten Markt heranwachsen."
Noch sind auf dem US-Markt nur galvanisch getrennte Wechselrichter vertreten, weil der Solargenerator bis vor kurzem geerdet werden musste. Für den galvanisch getrennten Wechselrichter 1501i von KACO liegt die UL-Zulassung bereits vor, für die Geräte der Leistungsklasse 3,3 und 4,6 kW folgt sie bald nach. Anders als in Europa werden die Wechselrichter in den Vereinigten Staaten nicht unter dem Namen Powador, sondern mit der Bezeichnung Blue Planet vertrieben. Über die Zulassung trafoloser Wechselrichter, einer Spezialität von KACO, wird derzeit in einem Ausschuss der Solar Electric Industry Association beraten, dem Flachsmann angehört.
In den USA gibt es keine einheitlichen Einspeisetarife und Förderrichtlinien. Das im Juli 2005 verabschiedete Energy Bill sieht lediglich einen Steuernachlass von 30 Prozent vor. Zur Förderung der Solarenergie haben deshalb die Bundesstaaten unterschiedliche Förderinstrumente etabliert. Besonders aktiv ist Kalifornien mit derzeit über 100 Megawatt installierter Leistung. Es folgen Arizona mit 9,4 Megawatt, New York mit 4,8 Megawatt und New Jersey mit 3,7 Megawatt.
Die KACO Gerätetechnik GmbH wurde 1999 gegründet. Ihre Geschäftsfelder sind Photovoltaik-Systemtechnik und Stromrichter für Schienenfahrzeuge. Hauptabnehmer sind Solar- und Elektrogroßhändler aus dem gesamten deutschen Raum. Dieses Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Absatz von 30.000 Wechselrichtern und einem Umsatz von über 65 Mio. Euro. KACO beschäftigt derzeit 100 Mitarbeiter. Ende des Jahres sollen es 120 sein.

30. November 2005


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