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>>> IndustriePolnische Bauwirtschaft auf WachstumskursBaustoffhersteller steigern ihre Exporte nach DeutschlandNach vier schweren Jahren ist die polnische Bauwirtschaft wieder auf Wachstumskurs. Während in Deutschland das erste Quartal weit unter den Erwartungen blieb, legten die Bauwirtschaft und die Baustoffindustrie in Polen zu Jahresanfang kräftig zu. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz bei Bauunternehmen mit mehr als neun Mitarbeitern um 5,7 Prozent, berichtet die Polnische Industrie- und Handelskammer für das Bauwesen. Bei Unternehmen für die Vorbereitung und Erschließung von Baugrund erhöhten sich die Umsätze sogar um über 54 Prozent. Die Baukammer geht in diesem Jahr von einem Wachstum des Bauvolumens zwischen sechs bis zehn Prozent aus, sagte deren Generalsekretär Pawel Babij vor Journalisten und Industrievertretern während einer Präsentation aus Anlass der Leipziger Baumessen baufach und innbau. Die größte Steigerung werde der Tiefbau aufweisen. 2006 erwartet die Organisation ein Wachstum von bis zu 15 Prozent1. Ob dadurch auch die Zahl der Beschäftigten wieder zunimmt, sei indes unklar. Im letzten Jahr waren im Bauwesen 308.000 Bauleute3 tätig. 96 Prozent von ihnen arbeiten in Firmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Sie realisieren etwa 40 Prozent des gesamten polnischen Bau- und Montagevolumens3.
Starke Nachfrage für deutsche Produkte Auch deutsche Produkte treffen in Polen auf eine hohe Nachfrage. Die Statistik führen Beschläge mit über 232 Millionen Euro an. Es folgen Stahl- und Eisenkonstruktionen mit 35,9 Millionen Euro, Türen und Fenster aus Stahl oder Eisen (23,3 Millionen Euro), Fliesen und Platten (17 Millionen Euro), Aluminium-Profile (16,3 Millionen Euro) und Sanitärwaren aus Keramik/Porzellan (10,3 Millionen Euro) sowie aus Kunststoff (15,6 Millionen Euro)5. Tief- und Ingenieurbau mit größtem Volumen
Das Volumen im Wohnungsbau pendelt sich um 100.000 Einheiten im Jahr ein. 2004 wurden 108.000 Wohnungen gebaut, in diesem Jahr werden es voraussichtlich 100.0006 sein. Das Hoch von 162.000 Einheiten in 2003 führen Experten in erster Linie auf eine statistische Bereinigung und eine erhöhte Bautätigkeit in den Jahren davor zurück. Der Anteil der Einfamilienhäuser liegt bei 60 Prozent, wird aber in den nächsten Jahren zugunsten eines Anstiegs bei Mehrfamilienhäusern sinken. Euroconstruct schätzt, dass 2006 rund 40.000 bis 45.000 Einfamilienhäuser und 60.000 Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Der Bedarf im Wohnungsbau ist groß. In Polen gibt es ungefähr 1,5 Millionen Haushalte vor allem junge Familien - ohne eine eigene Wohnung, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Polens, Marek Belka, im März während eines Baukongresses. Nach Angaben des Instituts für Wohnungsbau (IBM) müssen in den nächsten Jahren 800.000 Wohnungen abgerissen werden, da hier eine Modernisierung wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist. 30 Prozent des Wohnungsbestandes müssen saniert werden. Zwei Drittel der polnischen Bevölkerung leben in mäßigen bis schlechten Verhältnissen.1 Etwa ein Viertel aller Häuser wurde vor 1945 errichtet.1 Die Eigentumsrate liegt bei 75 Prozent.3 Die stärkste Bautätigkeit registriert die Wojewodschaft Mazowieckie (Warschau). Hier werden 33 Prozent des gesamten Bauvolumens des Landes realisiert. Es folgen die Wojewodschaften Slaskie (Schlesien/Katowice) mit 13 Prozent und Wielkopolskie (Großpolen/Posen) mit gut zehn Prozent.3 Fachveranstaltungen zu Polen auf der baufach und innbau 2006 Die Polnische Bauwesenkammer sowie der Fenster- und Türenverband sehen in den Leipziger Baumessen baufach und innbau vom 1. bis 4. Februar 2006 eine gute Möglichkeit, die polnischen Exporte anzukurbeln. „Wir können unseren Mitgliedern eine Messeteilnahme in Leipzig nur empfehlen“, so Klos. „Die ersten Unternehmen haben sich bereits für unseren Gemeinschaftsstand angemeldet. Durch unsere Nähe zu den neuen Bundesländern können wir nicht nur schnell und günstig liefern, sondern auch einen guten After-Sales-Service bieten.“ Der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland auf dem Gebiet der Bauwirtschaft ist auch Thema der Veranstaltungen während der Leipziger Baumessen, kündigt Messebereichsleiterin Dr. Deliane Träber an. Im Rahmen der baufach und innbau organisiert die Leipziger Messe mit den beiden Bauverbänden zum Beispiel einen „Tag Polen“. Hier geht es unter anderem um die Zertifizierung von polnischen Produkten für den deutschen Markt und um Kooperations-Möglichkeiten zwischen Bauunternehmen aus beiden Ländern. Erstmals laden Einkäufer renommierter deutscher Handels-Organisationen polnische Lieferanten zu Gesprächen ein. Außerdem vermittelt die IHK zu Leipzig Kontakte zwischen Herstellern, Bauunternehmern, Händlern und Planern. Polen gehört bei den Leipziger Baumessen traditionell zu den am stärksten vertretenen Ausstellernationen. Auch zur baufach und innbau 2006 präsentieren sich Hersteller des Nachbarlandes auf Gemeinschaftsständen. „Wir haben in Leipzig in den letzten Jahren viele Kooperationen mit Unternehmen aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und anderen Bundesländern schließen können. Daran wollen wir 2006 anknüpfen“, sagte Stefan Nawrocki. Quellennachweis:
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Technischer Ansprechpartner + © Erika Winterfeld |
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