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>>> GewerbebauAnpfiff im Olympiastadion BerlinDenkmalgeschützte Natursteinbeläge erfolgreich saniert
Um die Betonsanierungen am Ober- und Unterring des Olympiastadions erfolgreich durchführen zu können, mussten vorab umfangreiche Rückbauarbeiten durchgeführt werden. Rund 65.000 Quadratmeter Naturstein wurden entfernt und substanzschonend gereinigt. Die Gesamtmasse des im Stadion vorhandenen Natursteins entspricht einer Pyramide mit einer Seitenlänge und Höhe von ca. 42 Metern. Um ihre Rückführung und originalgetreue Verlegung am exakten Ursprungsort sicherzustellen, wurde jede Platte der Boden- und Wandbeläge von der Denkmalschutzbehörde kartiert. Die Einlagerung von Platten und Steinen rund um das Olympiastadion erinnerte über viele Monate an ein dreidimensionales Puzzle. Allein bei den Platten des Unterringes handelte es sich um 12.000 Quadratmeter Wand- und 10.000 Quadratmeter Bodenplatten aus handschariertem Muschelkalk und Granit in Plattenstärken von bis zu 20 Zentimeter.
Um den Naturstein nach Fertigstellung der Betonarbeiten sicher und zuverlässig wieder anbringen zu können, entschied sich der Verarbeiter für den Marmorkleber "Zentimeter 15" von Ceresit. Er eignet sich vor allem durch seine variablen Verarbeitungseigenschaften für hochwertige Sanierungsarbeiten wie diejenigen im Olympiastadion. Dank einer neuartigen Rezeptur mit der Ceresit Easy Technologie lässt sich der weiße Dünn- und Mittelbettkleber für verfärbungsempfindliche Werksteinmaterialien sehr leicht anrühren und aufziehen. Ehrentribünen in neuem Glanz Die Rückbauarbeiten an den Rängen des Olympiastadions, insbesondere aber im Bereich der Ehrentribünen, verlangten höchste Präzision. Aufgrund errechneter Bauteilbewegungen während der Bauphase im Bereich der Ehrentribünen wurden auch hier alle Beläge an Wänden und Decken vollständig ausgebaut und bis zur Rückführung eingelagert. Die Dokumentation allein der Beläge in den Räumen der Ehrentribüne umfasste rund 6.000 einzelne Fotografien, anhand derer jede einzelne Platte an ihren ursprünglichen Platz zurückgelegt wurde. Größte Sportstätte Deutschlands
Blick in die Geschichte Dem wachsamen Auge der Denkmalpflege und dem Einfühlungsvermögen von Planern und Verarbeitern ist es zu verdanken, dass das Olympiastadion in seiner jetzigen Erscheinung immer noch von seiner bewegten Historie Zeugnis ablegt. Im Jahr 1912 erstmals als Stadion für die Olympischen Spiele erbaut, riss man die Stätte 1934 wieder ein, um sie nach neuen Plänen vollkommen neu zu errichten. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das "Reichssportfeld" nur partiell zerstört und konnte im Jahr 1954 wieder genutzt werden. Die jüngsten Sanierungsarbeiten wurden aber dennoch nicht nur dadurch erschwert, dass ein Großteil der Originalpläne aus den dreißiger Jahren schlichtweg verschwunden war. Auch "Überreste" der dunklen Kriegsjahre wie Bombenfunde und Asbest behinderten immer wieder die Arbeiten. 23. September 2005 |
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Technischer Ansprechpartner + © Erika Winterfeld |
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