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>>> EinzelgewerkComputergesteuerter Zuschnitt auf der BaustelleIn kurzer Zeit von der Eishockeyhalle zum Konzertsaal
In wenigen Stunden von der Eishockeyhalle zum Konzertsaal - das ist im ISS Dome kein Problem. Die moderne und zweckmäßige Gestaltung des Innenraums und die entsprechende technische Ausstattung machen die Multifunktionshalle zu einer Veranstaltungshalle von höchster Variabilität und zu einer der flexibelsten Arenen Deutschlands. Je nach Nutzung bietet der 72 Millionen teuere ISS Dome Platz für bis zu 12.500 Personen, bei Spielen der DEG Metro Stars sogar für 13.400 Zuschauer. Weitere 380 Besucher finden in den 37 Logen Platz und ein Business-Bereich mit 624 Plätzen kann auch außerhalb großer Veranstaltungen genutzt werden. Geplant sind bis zu 100 Sportwettkämpfe, Konzerte, Shows, Firmenveranstaltungen, politische und kulturelle Großveranstaltungen pro Jahr, zu denen etwa 750.000 Besucher erwartet werden. Kompromisse in der Durchführung solch unterschiedlicher Veranstaltungen sind dank des ausgeklügelten Multifunktionskonzepts nicht notwendig. "Der ISS Dome in Rath ist sicherlich eines der der interessantesten Objekte im nationalen Veranstaltungs- und Sportstättenbau, " schwärmt Christoph Langer, Vertriebsleiter Nord beim Profilhersteller Bemo Systems. "Vor allem die Ufo-ähnliche Form der Halle ist unverwechselbar und einzigartig in Deutschland." Langer betreut seit 2004 das Projekt "ISS Dome". Unter seiner Verantwortung wurden für die Dach- und Fassadenverkleidung etwa 8.000 Quadratmeter konvex gebogene Aluminium-Monro-Profile in einer Stärke von 1,0 Millimeter in unterschiedlichen Radien und Breiten gefertigt. Die Oberfläche der Bahnen erhielt eine PE-Beschichtung im Farbton RAL 9006 (Weißaluminium) und einen Sonderglanzgrad von 10 Prozent.
Mit Hilfe der zugehörigen 3D-Software können die Bahnen genau berechnet und die Konstruktionsdaten direkt an den "X-Form" Rollformer übertragen werden. Der schneidet und profiliert die Metallbahnen in einer Stärke von 0,7 bis zu 1,2 Millimetern in beliebiger Länge in einem einzigen Arbeitsgang - auch auf der Baustelle. Das Monro-Stehfalzprofil ist in Aluminium, Kupfer, Stahl, Edelstahl, Titanzink oder Zink erhältlich. Die Dachkonstruktion des gut 36 Meter hohen ISS Dome besteht aus Stahlfachwerkträgern mit einem Gesamtgewicht von rund 1.000 Tonnen. "Nach dem Vermessen dieses Stahlbaus", beschreibt Hans-Georg Finkbohner, Geschäftsführer von Bemo Systems, "wurde mit den ausgewerteten Daten ein 3D-Modell erstellt. Mit dem für die Verlegung beauftragten Industrieunternehmen, Franzen Ingenieur- und Montagebau, entwickelten wir auf Basis dieser Daten die notwendige Unterkonstruktion für die Realisierung der Dachform. Es handelt sich dabei um eine Rohr-Schwertkonstruktion, die die Bahnen perfekt aufnimmt, so dass die gebogene Fassade in einer einwandfreien Optik umgesetzt werden kann." Auch hier kam das bewährte "Snap-in"-Verfahren zum Einsatz: Dabei schnappen die Profile in die Halter ein, die auf der tragenden Konstruktion vormontiert sind. Eine Verschraubung und Durchdringung der Dachhülle ist nicht notwendig. "Dieses Verfahren ist eine große Erleichterung für den Verleger", so Finkbohner. "Er kann die Bahnen sofort auflegen und festklippen, anstatt sie mühsam einzudrehen. Das spart eine Menge Arbeit und Zeit." Geplant wurde der ISS Dome vom Düsseldorfer Architekturbüro RKW Rhode Kellermann Wawrowsky, das den Zuschlag aufgrund seines ersten Platzes im ausgeschriebenen Wettbewerb erhielt. baukurier 04. Oktober 2006 |
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Technischer Ansprechpartner + © Erika Winterfeld |
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