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>>> EinzelgewerkMarktstudie BodenbelägeKonzept- und Nischenproduktanbieter teilen sich bald den Markt
Trotz dieser enorm klingenden Summe und positiver Perspektiven, sah die Entwicklung am Bodenbelagsmarkt in den letzten paar Jahren eigentlich nicht gerade rosig aus. Bis zum Jahr 2003 war der Markt mit sinkenden Wachstumsraten von durchschnittlich 2 Prozent konfrontiert. Der europäische Bodenbelagsmarkt wird hauptsächlich von einer schwachen Wirtschaft und einem Baugewerbe bestimmt, das in großen Ländern wie Frankreich oder Deutschland rückläufige Tendenzen zeigt. 2004 kehrte sich die negative Entwicklung jedoch um und der Bodenbelagsmarkt konnte wieder positive Wachstumsraten verzeichnen. So betrug die Wachstumsrate im Jahr 2004 1,5 Prozent. Für 2005 erwartet man ein weiteres, positives Wachstum von 1,1 Prozent. Die Entwicklung variiert in den verschiedenen Ländern. Die florierende spanische Bauwirtschaft, und infolgedessen auch der Bodenbelagsmarkt, wuchs in den vergangenen Jahren und wird bis zum Jahr 2007 weiter anwachsen. 2004 wurden 685,000 Baugenehmigungen ausgestellt, fast 50 Prozent mehr als im Jahr 2000. In Deutschland litt der Bodenbelagsmarkt mit nur 247.800 Baugenehmigungen im Jahr 2004 unter der allgemein schlechten Wirtschaftslage. Für 2005 erwartet man einen weiteren, wertmäßigen Rückgang des Marktes von 1,3 Prozent. Dieser Trend wird sich bis zum Jahr 2006 fortsetzen, bevor eine leichte Erholung einsetzt. Die untersuchten Materialgruppen waren Holz, (z.B. Parkett), Laminate, Textilien und elastische Stoffe (z.B. Linoleum). Von diesen Materialgruppen stellen Textilien die größte Gruppe in allen europäischen Ländern dar. Im Jahr 2004 betrug der Gesamtmarktanteil von Textilien 37,1 Prozent (wertmäßig). Jedoch verlieren Textilien ihre Vormachtstellung an die Holzfußböden. Die Annahme, dass Holz an Marktanteil verliert, weil Kunden leichter pflegbare Materialien für Fußbodenbeläge vorziehen, hat sich als nicht richtig erwiesen. Trotz aufwendigerer Instandhaltung und größerer Empfindlichkeit hat Holz in den letzten Jahren ständig an Marktanteil gewonnen. Während der Marktanteil von Holz im Jahr 2000 noch bei 19,3 Prozent lag, machte er in 2004 schon 20,4 Prozent aus. Der Trend zu Hartholzböden führt auch zu einer außerordentlich positiven Entwicklung bei den Laminatböden. Tatsächlich erlebten besonders Laminate einen erheblichen Aufwärtstrend. So steigerte sich ihr Marktanteil von 13 Prozent im Jahr 2000 bis auf 15,9 Prozent im Jahr 2004. Und ein Ende dieser Erfolgssträhne ist noch nicht abzusehen. Diese Entwicklung wird sich bis zum Jahr 2006 und darüber hinaus fortsetzen. Das ist keine Überraschung, wenn man die Vorzüge bedenkt, die Laminatböden zu bieten haben. Mannigfaltig in der Erscheinung, kann es speziell trendige Hartholzfußböden detailgetreu nachahmen, ist pflegeleicht und dabei relativ preisgünstig. Aufgrund seiner niedrigen Preise und dem facettenreichen Design, ist es im Stande nicht nur PVC zu ersetzen sondern auch Holz zu verdrängen (was aber eher unwahrscheinlich erscheint, da Holzkäufer auf die Hochwertigkeit des Originals Wert legen). Die Entwicklung der Textilindustrie hat sich als weniger günstig erwiesen. Der Textilmarkt blieb ausschließlich in Großbritannien stabil, wo immer noch eine Vorliebe für den warmen und weichen Bodenbelag vorherrscht. Im Jahr 2004 wurden 219.482 m² Textilbodenbeläge in Großbritannien verkauft. Dies entspricht 63,1 Prozent der Bodenbeläge. Am gesamteuropäischen Markt sank der wertmäßige Marktanteil von 40,4 Prozent in 2000 auf 37,1 Prozent in 2004. Textilien beanspruchen zwar noch immer den größten Marktanteil der untersuchten Materialgruppen für sich, jedoch zeichnet sich eine fallende Tendenz ab, bedingt durch die Nachfrage nach längerer Haltbarkeit und einfacherer Instandhaltung bei Böden.
Hersteller müssen einen Weg finden, wie sie die Dominanz der Handelspartner abändern können. Eine Möglichkeit wäre in den Markenwert zu investieren. "Mittelständische Unternehmen, die versuchen sich auf den Markenwert zu konzentrieren, scheitern wahrscheinlich dabei eine Marke aufzubauen, die konkurrenzfähig genug ist um zu überleben und könnten deshalb insolvent werden.", so Elisabeth Shores von InterConnection Consulting. Die Zusammenarbeit mit Fachhändlern und das Anstreben von Exklusiv-Partnerschaften könnte eine mögliche Lösung sein, um Misserfolge abzuwenden. Shop-in-shop Modelle stellen ein wirkungsvolles Konzept dar, um Markenwert aufzubauen. Eine andere Vertriebsmöglichkeit für Unternehmen, denen es nicht gelingt Exklusiv-Handelspartnerschaften aufzubauen, wäre der Direktverkauf. Eine innovative Idee am Bodenbelagsmarkt stellt auch das Konzept des Lösungsangebots dar. Um die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen, müssen Bodenbelagshersteller erkennen, dass Kunden nicht unbedingt in Materialkategorien denken, sondern - was noch wichtiger ist - auch schon eine Vorstellung von der fertigen Lösung im Kopf haben. Entscheidend für Hersteller ist nun, die speziellen Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und ihnen die gewünschte Lösung anzubieten. Der beste Weg zu langfristigem Erfolg für kleine und mittelständische Unternehmen ist die Unterteilung der Kunden in Zielgruppen und die Konzentration auf eine spezielle Gruppe. Großbetriebe haben die Aussicht auf noch größeren Erfolg, da das Anbieten des viel versprechenden Konzeptes der Lösungsmodelle in Verbindung mit Marketing auch den Wiedererkennungswert der Marke steigert. 30. November 2005 |
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Technischer Ansprechpartner + © Erika Winterfeld |
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