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>>> ArchitekturEinfamilienwohnhaus am SteilhangModerne Architektur: Einfamilienwohnhaus im Passivhausstandard, Hückelhoven
"Ursprünglich als 'unbebaubar' geltendes Grundstück fand seine Reize."
Architekt Prof. Ludwig Rongen Das Grundstück für den Bau des Einfamilienwohnhauses liegt an einem Steilhang. Der Architekt Prof. Ludwig Rongen, ein Freund der Bauherren, war von Anfang an begeistert von dem herrlichen unverbauten Ausblick auf das unmittelbar angrenzende Landschaftsschutzgebiet und auch von den Möglichkeiten, die der Steilhang für die Gestaltung des Einfamilienhauses bot. Für ihn war der Steilhang also nicht Problem, sondern Basis die den Entwurf von Beginn an sehr reizvoll machte.
"Dieses Haus ist kein zufälliges Ergebnis", so Prof. Ludwig Rongen, "alle am Entwurfsprozess Beteiligten - die Bauherrenfamilie und unser Team - wollten von Anfang an ein Gebäude schaffen, das natürlich in einer hohen Gestaltqualität - vor allem aber auch zukunftsweisend und damit über einen langen Zeitraum wertbeständig bleiben soll." Die einzelnen Geschosse sind im "Split-Level" gegeneinander versetzt, sodass das Gebäude von der Straßenseite ebenerdig betreten werden kann und die Bewohner auf der Gartenseite ebenfalls einen ungehinderten Ausgang auf ihre Terrasse haben. Durch die "Split-Level-Ebenen" konnten zudem die Verkehrsflächen im Inneren des Hauses auf ein Minimum reduziert werden. Das Untergeschoss ist massiv; die tragenden Stahlbetonwände sind mit einer Klinkerfassade verblendet worden. In den darüber liegenden Geschossen ist das Haus in einer Kombination aus Stahl und Holz gebaut. Eine Stahlrahmenkonstruktion wurde auf die Betonwände des Untergeschosses aufgesetzt und mit einer grau lasierten Lärchenholzverschalung versehen. Der Architekt hatte wenig Mühe, die Bauherren davon zu überzeugen, ein 'Passivhaus' zu bauen. Passivhäuser zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie nur so wenig Heizenergie benötigen, dass auf ein 'aktives Heizsystem' ganzjährlich verzichtet werden kann. Deshalb der Name 'Passivhaus'. Ein Passivhaus ist supergedämmt und verfügt in der Regel über Fenster mit sehr guten Wärmedämmwerten. Dadurch geht äußerst wenig Wärme über die 'Außenhaut' des Gebäudes verloren und es kommt nicht zu unangenehmen Zuglufterscheinungen. Die kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, ausgestattet mit einem hochwirksamen Filtersystem, sorgt für dauerhafte, hygienisch einwandfreie Frischluftzuführung. "Die Luft in einem Passivhaus ist immer besser als die Luft auf Balkon und Terrasse - wenn ich in einem Passivhaus die Fenster öffne, so versorge ich eigentlich meinen Garten mit Frischluft", so Prof. Rongen. "Wir machen tagtäglich die Erfahrung, dass die Luftqualität deutlich spürbar wesentlich besser ist, als in unserem früheren Wohnhaus und allen anderen Häusern von Bekannten, Freunden und Verwandten, die kein Passivhaus bewohnen", so die Bauherrin. Der hohe Wohnkomfort - ständige Frischluft, keine Zugerscheinungen, angenehmes warmes Klima im Winter und frische, vorgekühlte Luft im Sommer - sind dabei nur einige Vorteile eines Passivhauses. Natürlich ist auch die Heizkostenersparnis bei einem Passivhaus ein überzeugendes Argument. Der Bauherr wollte von Beginn an sein Haus in Eigenleistung bauen und dies ist ihm auch gelungen. Auf der Grundlage von detaillierten Ausführungsplänen des Architekturbüros konnten der Rohbau und der Ausbau, einschließlich aller technischen Installationen, zum allergrößten Teil in Eigenleistung erstellt werden. Das Ergebnis ist - insbesondere im Hinblick auf die Ausführungsqualität - sicherlich einzigartig.
Garsbeck 41, 41836 Hückelhoven, Nordrhein-Westfalen, Deutschland 138 qm Wohnfläche ca. 703 cbm umbauter Raum Baujahr Juli 2003 Architektur RONGEN ARCHITEKTEN, Wassenberg
Firma Johann Holz GmbH, Hückelhoven Konstruktion Untergeschoss: Stahlbetonwände mit Klinker Erdgeschoss und Obergeschoss: Stahl-/Holzskellettbau mit grau lasierten Lärche-Holzlamellen U-Werte Aussenwand: Stahlbetonwände mit Klinker, U-Wert = 0,128 W/m²K Stahl-/Holzskellettbau mit Holzlamellen, U-Wert = 0,096 W/m²K Dach: Tonnendach, U-Wert = 0,101 W/m²K Bodenplatte: Bodenplatte, U-Wert = 0,124 W/m²K Fenster Wärmegedämmte Holz-Aluminium-Passivhausfenster, ip-System (Verbund-Profilsystem), 3-fach Verglasung, Uw = 0,79, Ug = 0,7, g-Wert = 0,60 Pfosten-Riegel-Konstruktion, Fa. RAICO Passivhausfassade, wärmegedämmte Holzprofile mit Aluminiumdeckschale, 3-fach Verglasung, Uw = 0,8, Ug = 0,7, g-Wert = 0,60 Lüftung Kontrollierte Wohnungslüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ("Recovery Deluxe 250 F"), Erdwärmetauscher Heizung Restheizung über Holz-Pelletofen (Fa. Wodtke, Typ "Smart" mit 10 kW Leistung) Warmwasser Vakuumröhrenkollektoren (ca. 6 m²) zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung Gebäudeluftdichtheit: n50 = 0,36 h-1 Heizwärmebedarf: (berechnet nach PHPP) Qh = 14,6 kWh/(m²a) Primärenergiebedarf: (berechnet nach PHPP) PE-Kennwert = 35,5 kWh/(m²a) Primärenergiebedarf für Heizung / Lüftung/Warmwasser: (berechnet nach PHPP aber bezogen auf EnEV-Nutzfläche) PE-Kennwert = 21,8 kWh/(m²a) Baukosten Keine realistische Kostenangabe möglich, da die komplette Ausführung weitgehend in Eigenleistung erfolgte. 09. März 2006 |
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Technischer Ansprechpartner + © Erika Winterfeld |
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