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>>> ArchitekturRenzo Piano baut "Weltstadthaus" in KölnGläserne Haut
"Architektur auf höchstem internationalen Niveau" lautet der Anspruch des Bauherren Peek & Cloppenburg an seine "Weltstadthäuser". Dafür arbeitete das Bekleidungsunternehmen schon mit Professor Josef P. Kleihues und Richard Meier zusammen. Jetzt setzte Renzo Piano in Köln seine Idee eines Kaufpalastes unter schwierigen städtebaulichen Bedingungen um. Zwischen belebter Shoppingmeile und stark befahrener Verkehrsader, umringt von Betonfassaden der 70er Jahre und in Nachbarschaft einer spätgotischen Kirche, gleitet seine eigenwillige Konstruktion aus Glas und Holz dahin. Kein Kunstwerk in Alleinstellung - Pianos Konzept fügt sich in die örtlichen Gegebenheiten ein und tritt Missständen bewusst entgegen. Kirche versus urbane Kälte Zweiteilig konzipiert greift der Bau die Strukturen seines Umfeldes auf und schafft gleichzeitig fließende Übergänge und neue Räume. An der Antonsgasse überträgt die Natursteinfassade in klassisch kubischer Form die harten Linien des Straßenzugs. Diesen kantigen Teil umwindet an der Schildergasse ein gerundeter, filigraner Glasbau. Zeigt sich die Front noch fünfgeschossig, senkt sich das Kaufhaus auf Höhe der Antoniterkirche auf vier Etagen. Auch in der Breite wird die Fassade an dieser Stelle zurückgenommen, schafft Platz. Das spätgotische Gotteshaus, das in dem sonst urbanen, kalten Straßenzug fast wie ein Fremdkörper wirkte, wird so zum prägenden Element und behält seine Identität. Ein "schlafender Wal"
Auf hölzernen Rippen Vertikal, in Höhe des vierten Obergeschosses, lagert das Tragwerk der Dach- und Fassadenkonstruktion auf dem Stahlbeton-Skelett. Am Stahlfirstträger, dem dreidimensional geschwungenen "Rückgrat" des Körpers, sind 66 Holzbinder rippenartig angebunden. Die Stützen setzen sich aus 60 Millimeter dicken und zwischen 160 und 220 Millimeter breiten Lamellen aus sibirischer Lärche zusammen. Nur jede vierte bis sechste dieser hölzernen Rippen ruht direkt auf den Rohbaustützen. Dazwischen bildet die Fassadenhaut eine selbsttragende Konstruktion. Sie erlaubt es, den organischen Formen zu folgen und gleichzeitig die Kräfte sicher aufzunehmen. Auf dem Skelett hält eine innere Tragstrukturebene auf filigranen Doppelflachstählen die Fassadenhaut aus Glashalterahmen und Silikondichtungsprofilen. An die Rundungen geschmiegt
Echte Farben zeigen Shopping unter optimalen Bedingungen - das Sonnenschutzglas erfüllt die speziellen Anforderungen an ein zukunftsweisendes Kaufhaus: Helle, tageslichtdurchflutete Räume (tL = 67 %) und farbechte Präsentation von Kleidung und Accessoires. Besonders wichtig für einen entspannten Einkaufsbummel: Ein ausgewogenes Verhältnis von Sonnenschutz im Sommer und Wärmedämmung im Winter. Mit einem Gesamtenergiedurchlassgrad von 37 Prozent (DIN EN 410) bei gleichzeitig hoher Wärmedämmung (1,1 W/m²K nach DIN EN 673) reguliert ipasol natura 67/34 als "gläserne Haut" die Temperatur. Zusätzlich wurden im Erdgeschoss des Objekts rund 1.000 Quadratmeter Warmglas eingesetzt. Bautafel Objektadresse: Schildergasse 65-67, Köln Bauherr: Peek & Cloppenburg Architekt: Renzo Piano, Renzo Piano Building Workshop, Paris Generalübernehmer: Hochtief AG, Essen Fassadenbau: Schmidlin AG Glasprodukte: Sonnenschutzglas ipasol natura 67/34 (Interpane) Glasfassade: 4.900 Quadratmeter Verkaufsfläche: 14.200 Quadratmeter 03. November 2005 |
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Technischer Ansprechpartner + © Erika Winterfeld |
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